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3. September 2026

Werbung für Autohäuser: Print & GeoIntelligence

Peter Laubenthal
3. September 2026
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Werbung für Autohäuser: Print & GeoIntelligence

Wie Autohäuser Print, GeoIntelligence und digitale Media kombinieren: Erkenntnisse aus 13.059 Händlerstandorten für effizientere lokale Werbung.

Werbung für Autohäuser: Print & GeoIntelligence

Wie Autohäuser Print, GeoIntelligence und digitale Media kombinieren: Erkenntnisse aus 13.059 Händlerstandorten für effizientere lokale Werbung.
97 Pro­zent der Smart-Stand­or­te lie­gen im Umfeld von Mer­ce­des. Cup­ra steht an rund neun von zehn Stand­or­ten bei Seat. Und fast jeder zwei­te BYD-Stand­ort befin­det sich in der Nähe eines VW- oder Ford-Händ­lers. Was zunächst nach Stand­ort­sta­tis­tik klingt, hat ziem­lich kon­kre­te Aus­wir­kun­gen auf die loka­le Media­pla­nung von Auto­häu­sern und Automarken.
.Denn wie ein Auto­haus sinn­voll wer­ben soll­te, hängt nicht nur von Mar­ke, Modell oder Bud­get ab. Min­des­tens genau­so span­nend ist der Blick auf den Stand­ort selbst: Liegt das Auto­haus in einer klas­si­schen Auto­mei­le? Steht es weit­ge­hend allein? Wel­che Wett­be­wer­ber sit­zen in unmit­tel­ba­rer Nähe? Und aus wel­chen Gebie­ten kom­men die Kun­den tatsächlich?

Genau an die­sem Punkt wird Geo­In­tel­li­gence interessant.

13.059 Autohaus-Standorte zeigen ein erstaunlich klares Bild

pro­s­pe­ga hat für eine flä­chen­de­cken­de Ana­ly­se des deut­schen Auto­mo­bil­han­dels 13.059 veri­fi­zier­te Ver­kaufs­stand­or­te von 40 Auto­mar­ken unter­sucht. Für jeden Stand­ort wur­de ana­ly­siert, wel­che wei­te­ren Mar­ken sich inner­halb eines Radi­us von 1.000 Metern befin­den. Dar­aus ent­stand eine Nach­bar­schafts­ma­trix mit knapp 800 Markenbeziehungen.

Sie zeigt, wel­che Mar­ken beson­ders häu­fig neben­ein­an­der auf­tre­ten, wo sich typi­sche Auto­mo­ti­ve-Clus­ter bil­den und wel­che Her­stel­ler ihre Stand­or­te bevor­zugt im Umfeld bereits eta­blier­ter Händ­ler­net­ze eröffnen.

Für Mar­ke­ting­ver­ant­wort­li­che ist das weit mehr als eine inter­es­san­te Kar­te. Aus der Lage eines Auto­hau­ses lässt sich näm­lich eini­ges für die Media­pla­nung ablei­ten. Ein Händ­ler in einer gewach­se­nen Auto­mei­le hat ande­re Vor­aus­set­zun­gen als ein Stand­ort, der 20 Kilo­me­ter vom nächs­ten Wett­be­wer­ber ent­fernt liegt. Ein Mehr­mar­ken­be­trieb kann Reich­wei­te anders bün­deln als ein exklu­si­ver Mar­ken­stand­ort. Und wenn ein neu­er Wett­be­wer­ber direkt neben­an eröff­net, ver­än­dert sich das loka­le Markt­um­feld mit einem Schlag.

Mar­ke aus­wäh­len und ent­de­cken, wel­che Her­stel­ler beson­ders häu­fig in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft auftreten

An der Automeile zählt vor allem der Anlass

Wer durch klas­si­sche Gewer­be­ge­bie­te fährt, kennt das Bild: Audi, BMW, Mer­ce­des, Volks­wa­gen, Toyo­ta oder ande­re Mar­ken lie­gen teil­wei­se nur weni­ge hun­dert Meter von­ein­an­der entfernt.

Für Auto­käu­fer ist das bequem. Wer meh­re­re Model­le ver­glei­chen möch­te, kann an einem Nach­mit­tag gleich meh­re­re Händ­ler besuchen.

Für das Mar­ke­ting macht die­se Situa­ti­on die Sache aller­dings anspruchs­vol­ler. Wer ohne­hin schon in der Auto­mei­le unter­wegs ist, muss einen Grund bekom­men, aus­ge­rech­net bei die­sem Händ­ler anzu­hal­ten. Eine Modell­pre­mie­re, ein Pro­be­fahrt-Wochen­en­de, eine Haus­mes­se oder ein attrak­ti­ves Lea­sing­an­ge­bot kön­nen sol­che Anläs­se schaffen.

Print kann hier bei­spiels­wei­se weni­ge Tage vor dem Event gezielt im gemein­sa­men Ein­zugs­ge­biet ver­teilt wer­den. Digi­ta­le Media erhöht par­al­lel den Wer­be­druck in genau den Gebie­ten, aus denen beson­ders vie­le poten­zi­el­le Besu­cher kommen.

Ein pau­scha­ler Radi­us rund um den Stand­ort erzählt dabei oft nur die hal­be Geschich­te. Span­nen­der ist zu wis­sen, wel­che Gebie­te tat­säch­lich zum Markt­po­ten­zi­al gehö­ren und aus wel­chen Rich­tun­gen Kun­den ohne­hin bereit sind, meh­re­re Händ­ler aufzusuchen.

Genau hier macht Geo­In­tel­li­gence aus einem simp­len Ver­teil­ge­biet ein belast­ba­res Marktgebiet.

Mehrmarkenstandorte: Warum Reichweite mehrfach bezahlen?

Ein wei­te­res auf­fäl­li­ges Mus­ter unse­rer Ana­ly­se sind beson­ders enge Markenbeziehungen.

Cup­ra steht an rund neun von zehn ana­ly­sier­ten Stand­or­ten in unmit­tel­ba­rer Nähe zu Seat. Bei Smart und Mer­ce­des liegt der Wert sogar bei rund 97 Pro­zent. Abarth fin­det sich nahe­zu durch­ge­hend im Umfeld von Fiat.

Teil­wei­se erklärt sich das durch gemein­sa­me Händ­ler­struk­tu­ren. Für die Media­pla­nung bleibt es trotz­dem rele­vant. Wenn meh­re­re Mar­ken prak­tisch am sel­ben Stand­ort die­sel­ben Haus­hal­te und die­sel­ben loka­len Kun­den­po­ten­zia­le anspre­chen, lohnt sich der Blick auf mög­li­che Überschneidungen.

Ein gemein­sa­mer hoch­wer­ti­ger Händ­ler­pro­spekt, ein Akti­ons­wo­chen­en­de für meh­re­re Mar­ken oder eine abge­stimm­te digi­ta­le Kam­pa­gne kann hier wirt­schaft­li­cher sein als meh­re­re von­ein­an­der getrenn­te Maßnahmen.

Das klingt zunächst selbst­ver­ständ­lich. In der Pra­xis wird es schnell kom­plex, sobald Händ­ler­grup­pen mit meh­re­ren Mar­ken, Stand­or­ten und unter­schied­lich gro­ßen Ein­zugs­ge­bie­ten arbeiten.

Geo­In­tel­li­gence hilft des­halb nicht nur dabei, zusätz­li­che Reich­wei­te zu fin­den. Sie zeigt auch, wo Reich­wei­te bereits vor­han­den ist und mög­li­cher­wei­se dop­pelt ein­ge­kauft würde.

Wenn plötzlich BYD oder MG nebenan eröffnet

Beson­ders inter­es­sant wird die Stand­ort­ana­ly­se bei neu­en Marktteilnehmern.

Unse­re Aus­wer­tung zeigt bei­spiels­wei­se, dass knapp die Hälf­te der unter­such­ten BYD-Stand­or­te und fast eben­so vie­le MG-Stand­or­te im Umfeld eines VW- oder Ford-Händ­lers lie­gen. Das ist nach­voll­zieh­bar, da neue Mar­ken von Stand­or­ten pro­fi­tie­ren, an denen Men­schen bereits gewohnt sind, Auto­mo­bi­le zu suchen, zu ver­glei­chen und Pro­be­fahr­ten zu machen.

Für eta­blier­te Händ­ler ändert sich dadurch aller­dings eini­ges. Die neue Alter­na­ti­ve sitzt plötz­lich nicht irgend­wo im Markt­ge­biet, son­dern mög­li­cher­wei­se nur weni­ge hun­dert Meter ent­fernt. In sol­chen Situa­tio­nen gewinnt die Bestands­kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on an Bedeutung.

Wer weiß, dass ein Lea­sing­ver­trag aus­läuft, ein Fahr­zeug ein bestimm­tes Alter erreicht oder ein Modell­wech­sel wahr­schein­lich wird, kann früh­zei­tig aktiv werden.

Ein adres­sier­tes Mai­ling kann auf ein neu­es Modell, ein Wech­sel­an­ge­bot, einen Pro­be­fahrt­ter­min oder einen Ser­vice­vor­teil auf­merk­sam machen, bevor der Kun­de sich inten­si­ver mit den Alter­na­ti­ven neben­an beschäftigt.

Print über­nimmt hier eine ande­re Auf­ga­be als bei der Neu­kun­den­ge­win­nung. Reich­wei­te ist weni­ger das The­ma. Viel wich­ti­ger ist der geziel­te Kon­takt zu einem Kun­den, den das Auto­haus bereits kennt.

Gera­de bei einer Ent­schei­dung wie dem Auto­kauf kann die­ser phy­si­sche Kon­takt gut funk­tio­nie­ren. Ein hoch­wer­ti­ges Mai­ling liegt zu Hau­se, wird viel­leicht spä­ter noch ein­mal ange­se­hen und im bes­ten Fall auch gemein­sam besprochen.

Solitärstandorte brauchen mehr als einen Kreis auf der Karte

Ganz anders sieht die Situa­ti­on aus, wenn ein Auto­haus weit­ge­hend allein steht.

Hier fehlt die natür­li­che Fre­quenz einer Auto­mei­le. Kun­den fah­ren nicht auto­ma­tisch vor­bei, weil sie ohne­hin meh­re­re Händ­ler besu­chen möchten.

Das rele­van­te Markt­ge­biet muss des­halb akti­ver erschlos­sen werden.

Ein star­rer Radi­us von zehn oder 20 Kilo­me­tern hilft dabei nur begrenzt. In länd­li­chen Regio­nen kön­nen 30 Minu­ten Fahr­zeit völ­lig nor­mal sein. In einem Bal­lungs­raum kön­nen schon 15 Minu­ten ein rie­si­ges Poten­zi­al abdecken.

Bei der Pla­nung kom­bi­nie­ren wir des­halb unter ande­rem Fahr­zei­ten, Sied­lungs­struk­tu­ren, Haus­halts­da­ten, Kauf­kraft, Wett­be­werb und wei­te­re mikro­geo­gra­phi­sche Merkmale.

So ent­steht ein deut­lich rea­lis­ti­sche­res Bild des tat­säch­li­chen Einzugsgebietes.

Teil­adres­sier­te oder unadres­sier­te Haus­halts­wer­bung kann anschlie­ßend dort ein­ge­setzt wer­den, wo rele­van­te Haus­hal­te lie­gen. Digi­ta­le Media lässt sich im glei­chen Gebiet ergän­zen und zeit­lich ver­dich­ten. Aus klas­si­scher Fly­er­ver­tei­lung wird auf die­se Wei­se eine daten­ba­sier­te loka­le Media-Planung.

Print und Digital ergänzen sich besser, als es die Diskussion vermuten lässt

Im Auto­mo­ti­ve-Mar­ke­ting wird gern dar­über dis­ku­tiert, wel­cher Kanal bes­ser funk­tio­niert bzw. für wel­che Kanä­le Wer­be­kos­ten­zu­schlä­ge der Mar­ken zur Ver­fü­gung stehen.

Print? Social Media? Dis­play? Con­nec­ted TV? Digi­tal Out of Home?

In der Pra­xis hängt die Ant­wort stark davon ab, was ein Medi­um in einer kon­kre­ten Kam­pa­gne leis­ten soll. Print kann lokal sehr sicht­bar sein und hat den Vor­teil, tat­säch­lich im Haus­halt anzu­kom­men. Ein QR-Code führt von dort direkt zur Pro­be­fahrt, zum aktu­el­len Fahr­zeug­be­stand oder zum Kon­fi­gu­ra­tor. Digi­ta­le Media kann zusätz­li­che Kon­tak­te auf­bau­en, Kam­pa­gnen kurz­fris­tig ver­stär­ken und Nut­zer spä­ter erneut ansprechen.

Rich­tig inter­es­sant wird es, wenn bei­de Wel­ten auf der­sel­ben geo­gra­phi­schen Grund­la­ge geplant werden.

Ein Auto­haus kann bei­spiels­wei­se beson­ders rele­van­te Teil­ge­bie­te über Print errei­chen und dort gleich­zei­tig digi­ta­le Reich­wei­te auf­bau­en. Vor einem Akti­ons­wo­chen­en­de wird der Wer­be­druck erhöht. Wer anschlie­ßend die Web­site besucht oder sich mit einem Modell beschäf­tigt, kann über wei­te­re digi­ta­le Kon­takt­punk­te beglei­tet werden.

So ent­steht kei­ne Kon­kur­renz zwi­schen Print und Digi­tal. Bei­de Medi­en über­neh­men schlicht unter­schied­li­che Auf­ga­ben inner­halb der­sel­ben loka­len Kampagne.

Der Standort erzählt mehr, als man auf den ersten Blick sieht

Die Ana­ly­se unse­rer 13.059 Auto­haus-Stand­or­te zeigt vor allem, wie stark Auto­mo­ti­ve-Mar­ke­ting von loka­len Struk­tu­ren geprägt wird.

Ein Auto­haus steht nie wirk­lich allein auf einer Karte.

Rund um den Stand­ort lie­gen Wett­be­wer­ber, bestehen­de Kun­den, poten­zi­el­le Neu­kun­den, Ver­kehrs­we­ge, Kauf­kraft, Mar­ken­prä­fe­ren­zen und unter­schied­li­che Medienreichweiten.

Erst wenn die­se Infor­ma­tio­nen zusam­men­ge­führt wer­den, ent­steht dar­aus ein Bild, mit dem sich Media­pla­nung wirk­lich steu­ern lässt.

Für Mar­ke­ting­ma­na­ger bei Her­stel­lern, Händ­ler­grup­pen und Auto­häu­sern wird damit aus der bekann­ten Fra­ge nach Reich­wei­te eine etwas genaue­re Aufgabe:

Wo liegen für diesen Standort die interessantesten Kundenpotenziale – und wie erreichen wir sie sinnvoll?

Genau an die­ser Schnitt­stel­le ver­bin­det pro­s­pe­ga Geo­In­tel­li­gence und Media. Wir ana­ly­sie­ren Händ­ler­stand­or­te und Wett­be­werbs­um­fel­der, bestim­men loka­le Markt­po­ten­zia­le und über­set­zen die­se Erkennt­nis­se in kanal­über­grei­fen­de Media­pla­nung – von adres­sier­ter und unadres­sier­ter Haus­halts­wer­bung bis zu digi­ta­len loka­len Medien.

Unser inter­ak­ti­ves Auto­mo­ti­ve-Netz­werk gibt einen ers­ten Ein­blick in die­se Datenwelt.

Und manch­mal beginnt eine gute Media-Stra­te­gie tat­säch­lich mit etwas sehr Ein­fa­chem: einem Blick dar­auf, wer neben­an steht.

Daten­grund­la­ge und Quellen

pro­s­pe­ga Geo­In­tel­li­gence: Eige­ne Ana­ly­se von 13.059 veri­fi­zier­ten Ver­kaufs­stand­or­ten von 40 Auto­mar­ken in Deutsch­land und Aus­wer­tung der Mar­ken­be­zie­hun­gen inner­halb eines Radi­us von 1.000 Metern.

Deut­sche Post AG: Dia­log­mar­ke­ting-Moni­tor 2026.

IFH MEDIA ANALYTICS: Pro­spekt­mo­ni­tor 2025 und Pro­spekt­mo­ni­tor Früh­jahr 2026.

Inter­graf: Com­pa­ring Print and Digi­tal Media, Rese­arch Review.

Bil­der: Teil­wei­se KI-unter­stützt generiert.

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