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11. Juni 2021

Werbeverbot oder Werbeoptimierung?

Sebastian Mitter
11. Juni 2021

Werbeverbot oder Werbeoptimierung?

Warum der Briefkasten mein Freund ist.

Der Brief­kas­ten ist ein wun­der­ba­rer Ort, der jeden Tag Über­ra­schun­gen bereit­hält. Ob es die täg­li­che Zei­tung, Post von Freun­den, die Ansichts­kar­te aus dem Urlaub oder Post vom Finanz­amt ist: über man­ches freut man sich, ande­res ist wich­ti­ge Infor­ma­ti­on, alles hat aber in gewis­ser Wei­se einen Nut­zen. Für mich ganz beson­ders auch die Wer­be­post über Haus­wurf­sen­dun­gen, die von mir regel­mä­ßig genutzt wird. Im Übri­gen ist das auch das ein­zi­ge Pro­dukt, das ich aktiv aus mei­nem Brief­kas­ten ver­ban­nen kann. Ein Auf­kle­ber reicht. Bei der Post vom Finanz­amt funk­tio­niert das lei­der noch nicht.

Das Für und Wider von Hauswurfsendungen 

Am 02.06.2021 fand eine vir­tu­el­le Fach­dis­kus­si­on über den Nut­zen von Haus­wurf­sen­dun­gen statt. Wor­um es geht, erfah­ren Sie im Feed (LINK zur Auf­zeich­nung: https://www.youtube.com/watch?v=cwKs_6ZnCy8) und in die­sen Zeilen.

Werbeverbot oder Werbeoptimierung? #Briefkastenwerbung

Bild: Wer­be­ver­bot oder Werbeoptimierung?

Der Han­del in Deutsch­land sieht den nicht adres­siert zuge­stell­ten Wer­be­pro­spekt als die Top Wer­be­gat­tung an.

War­um? Weil die Wer­be­wirk­sam­keit täg­lich aufs Neue nach­ge­wie­sen wird. Wer­bung schafft sich selbst ab, wenn sie nicht erfolg­reich ist. Die Wer­be­gat­tung Pro­spekt löst regel­mä­ßig in jeder Woche den Ansturm auf Arti­kel des Han­dels aus.

Pro­fi­tiert nur der Han­del? Nein, bei wei­tem nicht mehr. Das Spek­trum im Brief­kas­ten erwei­tert sich in den letz­ten Jah­ren und es nut­zen immer mehr öffent­li­che Stel­len, Ver­ei­ne, Ver­bän­de, Kir­chen und Ver­an­stal­ter die­sen ein­zig­ar­ti­gen Weg, Bür­ger zu informieren.

War­um nun die Dis­kus­si­on über eine Ein­wil­li­gung zur Zustel­lung von unadres­sier­ten Informationen?

Ein Grund besteht wäh­rend der gesam­ten 95 Minu­ten in der Unei­nig­keit bei der Inter­pre­ta­ti­on von Sta­tis­ti­ken und der unter­schied­li­chen Defi­ni­ti­on von reprä­sen­ta­ti­ven Umfra­gen. Sicher nicht geeig­net oder aus­sa­ge­kräf­ti­ge ist die von der Initia­ti­ve „letz­te Wer­bung“ ein­ge­brach­te Online-Befra­gung zum Off­line-The­ma „ist Wer­be­post aus Sicht der Bürger*innen erwünscht?“. 76% der Onlinen­ut­zer aus der Umfra­ge wün­schen kei­ne Werbeprospekte.

Am Markt exis­tiert aber ein deut­li­cher Bedarf an Wer­bung, gera­de an Wer­be­pro­spek­ten. Der pro­fes­sio­nel­le Part­ner für Wer­bung und Mar­ke­ting, die Pro­s­pe­ga GmbH, wie auch der gesam­te, umsatz­star­ke Han­del erlebt täg­lich, wie stark Wer­be­post beim End­ver­brau­cher ein­ge­for­dert wird. Nicht nur als Ent­schei­dungs­hil­fe, son­dern für das gute Gefühl: Wo füh­le ich mich als Ver­brau­cher gut aufgehoben.

Der Wert des Brief­kas­tens! Freie Infor­ma­tio­nen für Alle!

Prof. Dr. em. Hans-Peter Schwin­tow­ski bringt in sei­ner recht­li­chen Ein­schät­zung die Bedeut­sam­keit des Brief­kas­tens auf spek­ta­ku­lär ein­ma­li­ge Art auf den Punkt: „(Der Brief­kas­ten) ist wirk­lich die Ein­la­dung zur (Zustel­lung von) Infor­ma­tio­nen all­ge­mei­ner Art“ (ab Minu­te 13:22, https://www.youtube.com/watch?v=cwKs_6ZnCy8).

Der Brief­kas­ten ist der ein­zi­ge, freie, jeder­zeit offe­ne und jedem zugäng­li­che Kanal, Infor­ma­tio­nen jeg­li­cher Art zuzustellen.

Öko­lo­gisch Nach­hal­tig und Vor­bild auf der Welt – Papier­her­stel­lung, Bei­la­gen­druck und Werbedistribution

Hier ein paar Fak­ten aus dem Dia­log, die für sich sprechen:

  • Die Gesamt­heit der in der Bun­des­re­pu­blik ver­teil­ten Pro­spek­te besteht zu 80% aus recy­cel­tem Papier
  • Die Euro­päi­sche Holz­wirt­schaft setzt umfas­send auf Nach­hal­tig­keit, das Wer­be­pro­spekt unter­stützt die­se nach­hal­ti­ge Forst­wirt­schaft durch die Abnah­me von Holz für die Papier­in­dus­trie – der Wer­be­markt finan­ziert Tei­le der kos­ten­in­ten­si­ven Aus­fors­tung in ganz Europa
  • Das moderns­te Druck­zen­trum für Bei­la­gen auf der Welt, bereits 2017 von der dama­li­gen Umwelt­bun­des­mi­nis­te­rin eige­weiht, steht in der Bundesrepublik
  • Nur weni­ge Pro­spek­te haben noch lan­ge Logis­tik­we­ge. Der Digi­tal­druck hat regio­na­le, eta­blier­te Dru­cke­rei­en an dem Markt gebracht. Der Druck erfolgt nah am Distributionsstandort.

Off­line Wer­be­post — wei­ter­hin Opt-out 

Ich bin als mün­di­ger Bür­ger mit allen Rech­ten aus­ge­stat­tet die Zustel­lung von unadres­sier­ten Infor­ma­tio­nen zu unter­bin­den. Hier herrscht ein gemein­sa­mer Kon­sens zwi­schen mir, als bei­spiel­haf­tem End­ver­brau­cher und allen Dis­tri­bu­ti­ons­dienst­leis­tern, die ihrer Ver­ant­wor­tung nach­kom­men, mein Wer­be­ver­bot am Brief­kas­ten zu beach­ten – soll­te ich mich ein­mal dazu ent­schei­den, die­sen Auf­kle­ber anzubringen.

Ein Kom­men­tar von Alex­an­der Haub, Lei­ter Qua­li­täts­ma­nage­ment der pro­s­pe­ga GmbH.

Wei­te­re Arti­kel auf prospega.de zum The­ma Dis­kus­si­on um Wer­be­ver­bo­te und Beliebt­heit von Pro­spekt­wer­bung in Euro­pa und Deutschland:

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